Willkommen bei indianer-web.de
| Forum | Suchen | Mitglieder | Empfehlen | Home

» Willkommen Gast [ login | registrieren ]


"Volksfest" mit Comanchen?
Forum
- Indianer Nordamerikas



Seite [ 1 ] [ 2 ] > » Antwort schreiben | Zurück zum Forum
Name Nachricht
T_J



Siedler
11 Beiträge

"Volksfest" mit Comanchen?, 15 Jul. 2008 10:52


Hallo liebe Gemeinde,

gestern bin ich zufällig bei Wikipedia über etwas gestolpert:

Zum Schutz speziell der von deutschen Einwanderern in Texas gegründeten bzw. noch zu gründenden Siedlungen schloss der Deutsche John O. Meusebach (1812-1897), Generalsekretär des „Mainzer Adelsvereins“, im Frühjahr 1847 mit dem Comanchen-Häuptling Santa Anna einen Friedensvertrag, der niemals gebrochen wurde und dessen Jahrestag deshalb noch heute von den Nachkommen beider Parteien - von deutschstämmigen Siedlern und von Comanchen - gemeinsam im Rahmen eines Volksfestes gefeiert wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Comanchen

Nun meine Frage, ist dem tatsächlich so? Wer weiß da näheres drüber oder hat ggf. einen Link?

Vielen Dank!
 
 
     
Elk Woman


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 15 Jul. 2008 15:05


Zu Deiner Frage:

"Zum Schutz speziell der von deutschen Einwanderern in Texas gegründeten bzw. noch zu gründenden Siedlungen schloss der Deutsche John O. Meusebach (1812-1897), Generalsekretär des „Mainzer Adelsvereins“, im Frühjahr 1847 mit dem Comanchen-Häuptling Santa Anna ( Anmerkung: hat keinen Bezug zum gleichnamigen mexikan. General) einen Friedensvertrag, der niemals gebrochen wurde und dessen Jahrestag deshalb noch heute "von den Nachkommen beider Parteien " - von deutschstämmigen Siedlern und von Comanchen - gemeinsam im Rahmen eines Volksfestes gefeiert wird."
-------------
Wallace Coffey, der heutige Chairman der Comanchen erklärte bei seinem Vortrag im Lindenmuseum zum Vertrag zwischen den Comanchen und den Deutschen befragt :
"Beide Gruppen ehren noch heute dieses Abkommen das niemals gebrochen wurde und im Rahmen eines jährlichen "Festivals" seit
einigen Jahren wieder gefeiert wird. Dazu treffen Comanchen und Einwohner der Stadt heute wieder zusammen."
---------------------
Persönlicher Nachtrag:
Auch in der meiner Meinung nach hervorragenden 4 tlg. Fernsehproduktion ( Doku) : "Deutsche in Amerika" war diese geschichtlich- und mit heutiger Aussage des Chairmans - Wallace Coffey zu sehen.

LG,
elk(e)

 
   
Petra


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 15 Jul. 2008 22:20


Ja, stimmt, in Fredericksburg. Die von Country Musikern besungene Stadt Luckenbach ist auch in der Naehe. Erzaehlt hat mir davon vor Jahren eine Cherokee Frau die dort wohnte. Fredericksburg muss wohl auch heute noch sehr deutsch sein und touristisch damit werben (bekam auch mal von jemand anders eine Postkarte aus Fredericksburg, angeblich waren dort lauter deutsche Restaurants und Andenkenlaeden und Bierkneipen.), und eben auch ethnisch ziemlich rein weiss und deutschstaemmig. So jedenfalls die Erzaehlungen. Die Sache mit dem nie gebrochenen Vertrag mit den Comanches wird wohl dort sehr sentimental gesehen und als Friede/Freude - heile Welt / "wir waren so gut weil vertragstreu" gefeiert. Das Volksfest ist eine Fair bei der wohl die Stadt ihr Programm abzieht und die ortsansaessigen Indianer ein Powwow abhalten. Einen Comanche Stamm gibt es in Texas nicht mehr, der wurde einst nach Oklahoma gedraengt und hat seine Basis heute in Lawton, OK.
 
   
Elk Woman


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 15 Jul. 2008 23:30


Hi,

Zu Fredericksburg:

Fredericksburg am Rande des Edwards Plateaus war im 19. Jahrhundert Ziel deutscher Einwanderer. 1842 gründeten sie bei Mainz einen Verein zur Förderung deutscher Ansiedlungen, der allerdings 1853 bereits bankrott ging. Dennoch trug er dazu bei, zahlreiche Siedler in den Südwesten der USA zu bringen. So sind einige historische Städte wie Fredericksburg deutschsprachig. Ein Schild mit dem Hinweis „English also spoken“ im Schaufenster eines Geschäfts gehört zum Alltagsbild. Das Hill Country war vorwiegend von Apachen und Comanchen bewohnt. Den Gründern der Stadt Fredericksburg gelang es, gute Beziehungen zu den ansässigen Comanchen zu knüpfen und beizubehalten, eine Ausnahme in der Besiedelungsgeschichte des Westens.


Persönlicher Nachtrag:

Durch die o.g. Pleite der Mainzer Stiftung beschaffte John O. Meusebach dann selber irgendwie finanzielle Mittel und führte persönlich die bereits völlig erschöpften Siedler in das Gebiet des heutigen Fredericksburg , wo sie dankbar waren über sein Verhandlungsgeschick mit den Comanchen, so dass sie ihre Viehbestände etc. in den ersten Jahren mit diesen teilten.

Geschichtlich bewiesen ist, dass die deutschen Auswanderer selber zu Hause das Leid der Sklaverei (Lohnsklaverei und Unterdrückung), auch aus Glaubensgründen verfolgt, erfuhren, Auswanderung oftmals "nicht in Deutschland verhungern" für sie hieß..
Aus diesen Erfahrungen haben die Deutsche Siedler in Texas sich weniger auf Farmarbeit ( da sie dazu hätten selber Lohnarbeiter anstellen müssen) spezialisiert, sondern wurden meist Viehzüchter.

Auch in vielen Briefen von damals nach Hause nachlesbar, hatten sie gerade aus diesen Gründen eine andere, verstehende Einstellung zu der Ungerechtigkeit gegenüber den Indianer ( Als diese Deutschen sich durch ihr neues Land gezwungen sahen in die Freiwilligentrupps gegen die Indianer einzureihen, haben viele von ihnen sich lieber durch vorübergehende Flucht dagegen verwahrt...) Wahrscheinlich hatte deshalb so ein Vertrag weit gehend Bestand.
Das sind geschichtliche Fakten !

P.S:
Deutsche in Amerika, siehe auch: http://www.arte.tv/de/geschichtegesellschaft/Deutsche_20in_20Amerika/1121274.html

Gruß,
elk



 
   
T_J



Siedler
11 Beiträge

RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 16 Jul. 2008 17:01


Vielen lieben Dank für eure sehr informativen Antworten!
 
     
Guenther


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 04 Oct. 2008 14:22


Ich kann das hier geschriebene bestätigen.
An der 150 Jahre Feier des Friedensvertrags habe ich selbst teilgenommen und bin mit im Kreise derer gewesen, die zur Bestätigung des Friedensvertrags im japanischen Garten von Fredericksburg die Friedenspfeife geraucht haben. Die Freundschaft zwischen Comanchen und Deutschen in Fredericksburg war zwar zur Zeit der Indianerkriege nach 1860 durch einige Überfälle (Viehdiebstahl und Kindesentführungen) nicht gerade gewachsen, andererseits aber auf beiden Seiten doch respektiert. Nach der Internierung der Comanchen ins Reservat bei Fort Sill gab nur noch sporadisch ein Kontakt ins 800 Meilen entfernte Fredericksburg, der überwiegend durch die Nachfahren der bei den Comanchen gebliebenen entführten Deutschen gepflegt wurde. Die Kontakte wurden im Zusammenhang mit der 150 Jahre Feier der Stadtgründung von Fredericksburg wieder belebt und dabei wurden auch die verwandtschaftlichen Bande wieder neu geknüpft.
Dem Chairman der Comanche Nation Wallace Coffey, dessen Vorfahren selbst am Friedensvertrag mit Fredericksburg mitgewirkt haben, kommt eine wichtige Rolle als Mittler zu, er hat sich persönlich in hohem Maße für die Erneuerung und Vertiefung dieser ungewöhnlichen Freundschaftsbeziehung eingesetzt. Er hat dies auch bei seinem Besuch im vergangenen Jahr in Stuttgart mehrfach nachdrücklich betont.
 
   
Petra


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 12 Jan. 2009 08:47


Aktuelle Diskussion, zum Thema passend. (Kurzzusammenfassung: Anscheinend haben sich die Familie die das Powwow gruendete und ein Organisator ueber Finanzen zerstritten, der Organisator will das Powwow alleine weiterfuehren, waehrend Indianer zum Boykott aufrufen und davon reden dass das ja doch noch ein "Vertragsbruch" sei.auch wenn‘s um eine andere Art von Vertrag geht.

http://www.indianz.com/board/topic.asp?TOPIC_ID=35835
 
   
Guenther


RE: , 18 Jan. 2009 00:10




Petra:

Aktuelle Diskussion, zum Thema passend. (Kurzzusammenfassung: Anscheinend haben sich die Familie die das Powwow gruendete und ein Organisator ueber Finanzen zerstritten, der Organisator will das Powwow alleine weiterfuehren, waehrend Indianer zum Boykott aufrufen und davon reden dass das ja doch noch ein "Vertragsbruch" sei.auch wenn‘s um eine andere Art von Vertrag geht.

http://www.indianz.com/board/topic.asp?TOPIC_ID=35835



Der "Organisator" heisst Nick Bradford und hat sich eigentlich Meriten verdient für den Fredericksburger PowWow. Das Problem ist wohl ein nicht verstehen wollen, dass die Comanchenfamilien hier kein Touristenevent veranstalten. Sie kommen nach Fredericksburg, um ihre Vorfahren zu ehren. Das PowWow hat wohl in den letzten Jahren einen Überschuss erzielt, der allerdings nicht besonders gross sein dürfte. Es wäre für Nick eine leichte Übung, die Finanzen offenzulegen und auch einen Teil des Überschusses zur Deckung von Reisekosten abzutreten. Warum er dies nicht tut, konnte ich bisher nicht herausfinden. Offensichtlich hat er sich aber auf eine Argumentation zurückgezogen, die seitens der Comanche nicht akzeptabel ist. Die Eskalation ergibt sich fast zwangsläufig daraus, dass Nick sich als Indianer fühlt, dies aber nach Meinung der Comanche nicht ist und das jetzt auch deutlich gesagt bekommt (ich kenne Nick zu wenig, um dies beurteilen zu können).
Der nächste Schritt dürfte tatsächlich ein Boykott sein, wenn seitens Fredericksburg nicht eine offizielle Reaktion kommt und über die Comanche Nation die beteiligten Familien besänftigt werden.
Eigentlich schade, dass der Frieden schon nach 12 Jahren wieder durch fehlendes Verständnis für einander gestört ist.

 
   
Guenther


RE: , 18 Jan. 2009 01:03




Guenther:

[QUOTE]
Petra:

Aktuelle Diskussion, zum Thema passend. (Kurzzusammenfassung: Anscheinend haben sich die Familie die das Powwow gruendete und ein Organisator ueber Finanzen zerstritten, der Organisator will das Powwow alleine weiterfuehren, waehrend Indianer zum Boykott aufrufen und davon reden dass das ja doch noch ein "Vertragsbruch" sei.auch wenn‘s um eine andere Art von Vertrag geht.

http://www.indianz.com/board/topic.asp?TOPIC_ID=35835



Der "Organisator" heisst Nick Bradford und hat sich eigentlich Meriten verdient für den Fredericksburger PowWow. Das Problem ist wohl ein nicht verstehen wollen, dass die Comanchenfamilien hier kein Touristenevent veranstalten. Sie kommen nach Fredericksburg, um ihre Vorfahren zu ehren. Das PowWow hat wohl in den letzten Jahren einen Überschuss erzielt, der allerdings nicht besonders gross sein dürfte. Es wäre für Nick eine leichte Übung, die Finanzen offenzulegen und auch einen Teil des Überschusses zur Deckung von Reisekosten abzutreten. Warum er dies nicht tut, konnte ich bisher nicht herausfinden. Offensichtlich hat er sich aber auf eine Argumentation zurückgezogen, die seitens der Comanche nicht akzeptabel ist. Die Eskalation ergibt sich fast zwangsläufig daraus, dass Nick sich als Indianer fühlt, dies aber nach Meinung der Comanche nicht ist und das jetzt auch deutlich gesagt bekommt (ich kenne Nick zu wenig, um dies beurteilen zu können).
Der nächste Schritt dürfte tatsächlich ein Boykott sein, wenn seitens Fredericksburg nicht eine offizielle Reaktion kommt und über die Comanche Nation die beteiligten Familien besänftigt werden.
Eigentlich schade, dass der Frieden schon nach 12 Jahren wieder durch fehlendes Verständnis für einander gestört ist.

[/QUOTE]

Nachtrag:
Inzwischen konnte ich herausfinden, dass es keinen Überschuss beim Fredericksburg Pow Wow gibt. Die Stadt Fredericksburg spendiert jährlich 10.000 Dollar Preisgelder, ohne diesen Zuschuss könnte der Pow Wow nicht stattfinden.
 
   
Guenther Fischer


RE: Fredericksburg, 03 Feb. 2009 21:00




Guenther:

[QUOTE]
Guenther:

[QUOTE]
Petra:

Aktuelle Diskussion, zum Thema passend. (Kurzzusammenfassung: Anscheinend haben sich die Familie die das Powwow gruendete und ein Organisator ueber Finanzen zerstritten, der Organisator will das Powwow alleine weiterfuehren, waehrend Indianer zum Boykott aufrufen und davon reden dass das ja doch noch ein "Vertragsbruch" sei.auch wenn‘s um eine andere Art von Vertrag geht.

http://www.indianz.com/board/topic.asp?TOPIC_ID=35835



Der "Organisator" heisst Nick Bradford und hat sich eigentlich Meriten verdient für den Fredericksburger PowWow. Das Problem ist wohl ein nicht verstehen wollen, dass die Comanchenfamilien hier kein Touristenevent veranstalten. Sie kommen nach Fredericksburg, um ihre Vorfahren zu ehren. Das PowWow hat wohl in den letzten Jahren einen Überschuss erzielt, der allerdings nicht besonders gross sein dürfte. Es wäre für Nick eine leichte Übung, die Finanzen offenzulegen und auch einen Teil des Überschusses zur Deckung von Reisekosten abzutreten. Warum er dies nicht tut, konnte ich bisher nicht herausfinden. Offensichtlich hat er sich aber auf eine Argumentation zurückgezogen, die seitens der Comanche nicht akzeptabel ist. Die Eskalation ergibt sich fast zwangsläufig daraus, dass Nick sich als Indianer fühlt, dies aber nach Meinung der Comanche nicht ist und das jetzt auch deutlich gesagt bekommt (ich kenne Nick zu wenig, um dies beurteilen zu können).
Der nächste Schritt dürfte tatsächlich ein Boykott sein, wenn seitens Fredericksburg nicht eine offizielle Reaktion kommt und über die Comanche Nation die beteiligten Familien besänftigt werden.
Eigentlich schade, dass der Frieden schon nach 12 Jahren wieder durch fehlendes Verständnis für einander gestört ist.

[/QUOTE]

Nachtrag:
Inzwischen konnte ich herausfinden, dass es keinen Überschuss beim Fredericksburg Pow Wow gibt. Die Stadt Fredericksburg spendiert jährlich 10.000 Dollar Preisgelder, ohne diesen Zuschuss könnte der Pow Wow nicht stattfinden.
[/QUOTE]
2. Nachtrag
Der Fredericksburg PowWow 2009 wurde inzwischen abgesagt. Die Verarbeitung der Vorkommnisse beim letztjährigen PowWow soll unter Einschaltung der Comanche Nation und der Stadt Fredericksburg erfolgen. Nick ist an diesen Vorgängen nur wenig anzulasten, er hat sich immer um eine saubere Veranstaltung sehr bemüht und verdient gemacht.
Guenther
 
   
Der Texaner


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 10 May. 2009 05:30


Heute war doch unsere “Gründer Tag“ in Fredericksburg. Meine Vorvatern kamen hierher aus Deutschland damals, und lebten wohl in Frieden mit die Indianer. Heute traf ich auch die Urenkeln von Meusebach. Fast all Siedler waren Vormärzler oder 48er. In juni, 1847 mein Urgroßvater und einige anderen trafen sich vorm Vereins gebäude und forderte iher Freiheit. Alle Vereins officiere mußten ihre Posten räumen und das Land ist an die Siedler verteilt. Meusebach hatte der kolonial Director von Fredericksburg entlaßen, Dr. Schubbert (F.A.Strubberg) bevor er selbst kündigt. Also, der deutsche demokratische revolution in Texas ging zu Ende.

In ein email habe ich Gestern die Comanchen Nation gebeten ein Museum hier zu errichten. Einer von die alten Häuser von Fort Martin Scott wäre Ideal dafür. Die Fredericksburger haben keine Ahnung was Los ist mit der Pow Wow. Unsere Zeitung kommt einmal der Woche, und diese Woche war doch ein Bericht von Nick Bradford. Er meinte, er wollte neu organisieren und nächstes Jahr noch besser werden. Ich rief ihn an: aber kein Antwort. Die Indianer sind sowieso immer herzlich Willkommen und brauchen ihn nicht. Wenn wir nur die ganze Lederhosen aus unsere Stadt Jagen könnten...

 
   
Elk Woman


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 15 Aug. 2009 22:33


Hi, Guenther Fischer,

hier nun meine erneuten Fragen zu diesem Thema :

1.- "Volksfest" mit Comanchen

Zitat: "Der Fredericksburg PowWow 2009 wurde inzwischen abgesagt. Die Verarbeitung der Vorkommnisse beim letztjährigen PowWow soll unter Einschaltung der Comanche Nation und der Stadt Fredericksburg erfolgen. Nick ist an diesen Vorgängen nur wenig anzulasten, er hat sich immer um eine saubere Veranstaltung sehr bemüht und verdient gemacht."
Guenther

Als letzter Eintrag erschien von "Texaner" am 10.05.09:
"Heute war doch unsere “Gründer Tag“ in Fredericksburg...."

Bedeutet das, der “Founder’s Day” am zweiten Sonntag im Mai 2009 doch stattfand ?
---------

2.- "Neuer Chairman der Comanchen" ?

Am 01.Juli erschien in der Indiancountry Today die Nachricht :

LAWTON, Okla. - " Die Comanche Nation Tribal Mitglieder wählten am 18. Juni ihren neuen Vorsitzender, Mike Burgess .
Er löst damit Wallace Coffey als alten Vorsitzenden ab."

Was macht Wallace Coffey denn nun ?
Und gibt es auch eine ähnlich gute Verbindung zu
Mike Burgess bzw. setzt er sich auch genau so wie sein Vorgänger als Mittler zum Erhalt des Fredericksburger PowWow ’s ein ?

Danke im Voraus !
LG,
elk



 
   
Guenther Fischer


RE: , 16 Aug. 2009 01:40




Elk Woman:

Als letzter Eintrag erschien von "Texaner" am 10.05.09:
"Heute war doch unsere “Gründer Tag“ in Fredericksburg...."

Bedeutet das, der “Founder’s Day” am zweiten Sonntag im Mai 2009 doch stattfand ?
---------

2.- "Neuer Chairman der Comanchen" ?

Am 01.Juli erschien in der Indiancountry Today die Nachricht :

LAWTON, Okla. - " Die Comanche Nation Tribal Mitglieder wählten am 18. Juni ihren neuen Vorsitzender, Mike Burgess .
Er löst damit Wallace Coffey als alten Vorsitzenden ab."

Was macht Wallace Coffey denn nun ?
Und gibt es auch eine ähnlich gute Verbindung zu
Mike Burgess bzw. setzt er sich auch genau so wie sein Vorgänger als Mittler zum Erhalt des Fredericksburger PowWow ’s ein ?




Der Founders Day in Friedrichsburg ist der Tag der Stadtgründung. Der fällt natürlich nie aus und wird inbrünstig gefeiert. Der PowWow war eben beim 150 Jahrestag der Gründung auf diesen Tag gelegt worden, konnte aber dieses Jahr nicht stattfinden.
Wallace Coffey wird sicher eine andere Funktion bei der Comanche Nation wahrnehmen. Auf Leute mit seinem Wissen und seiner Erfahrung kann man nicht verzichten. Der PowWow in Fredericksburg könnte von Wallace Coffey durchaus neuen Drive bekommen - er ist einer der bekanntesten und beliebtesten ADs bzw. MCs der USA.

 
   
Elk Woman


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 16 Aug. 2009 15:32


"...Meusebach schaffte es dennoch, die Verhältnisse grundsätzlich zu stabilisieren. 1847 gründete er den Ort “Friedrichsburg” (Fredericksburg), benannt nach Friedrich Prinz von Preußen. Meusebachs größte historische Leistung bestand allerdings darin, mit dem Indianerstamm der Comanchen im Jahr 1847 einen Friedensvertrag auszuhandeln: Die Deutschen kauften Felle und Lebensmittel von den Indianern, während diese im Gegenzug von Plünderungen der deutschen Siedlungen absahen. Einzigartig an diesem Vertrag ist die Tatsache, dass er von beiden Seiten niemals gebrochen wurde. Der denkwürdige Friedensvertrag wirkt sogar bis heute nach: Jeweils am zweiten Samstag im Mai wird in Fredericksburg, der Hochburg der deutschen Auswanderer, der “Founder’s Day” gefeiert. Bei diesem großen Fest treffen sich Meusebachs Nachkommen und die der Comanchen-Häuptlinge, die damals den Vertrag unterzeichneten. Geschenke werden ausgetauscht und gemeinsam raucht man eine Friedenspfeife, um den historischen Vertrag zu bekräftigen."
(Quelle: Wickipedia)

und ( noch ein Fundstück):

"zum Schutz speziell der von deutschen Einwanderern in Texas gegründeten bzw. noch zu gründenden Siedlungen schloss der Deutsche John O. Meusebach (1812-1897), Generalsekretär des �Mainzer Adelsvereins" im Frühjahr 1847 mit dem Comanchen-Häuptling Santa Anna einen Friedensvertrag, der niemals gebrochen wurde und dessen Jahrestag deshalb noch heute von den Nachkommen beider Parteien - von deutschstämmigen Siedlern und von Comanchen - gemeinsam im Rahmen eines Volksfestes gefeiert wird.

Am 25. August 1868 schränkte ein Friedensvertrag mit den USA das Gebiet der Comanche ein. Am 2. Juni 1875 kapitulierte Kwahadi-Häuptling Quanah Parker endgültig vor der US-Armee und musste die Verbringung seines Stammes in eine Reservation bei Fort Sill in Oklahoma akzeptieren."
--------------
Hurra, jetzt hab ich es verstanden ! (War mit dem gleichem Datum nur etwas durcheinander gekommen. )
Und nun weiß ich auch, warum bei Fort Sill die Gräber von Quannah und Cynthia Parker zu finden sind.

Man muss einfach "weiterlesen"...DANKE !

Übrigens, was hält Dr. Guenther Fischer von jenem Beitrag von Dr. Mathias Dietz-Lensen, Mainz ? :
http://www.ssa-sag.ch/bssa/pdf/bssa62_04.pdf

LG,
elk

 
   
Guenther Fischer


RE: , 16 Aug. 2009 19:02


---
Hurra, jetzt hab ich es verstanden ! (War mit dem gleichem Datum nur etwas durcheinander gekommen. )
Und nun weiß ich auch, warum bei Fort Sill die Gräber von Quannah und Cynthia Parker zu finden sind.
---
OK, die Gräber wurden nochmal umgebettet und sind erst seit einigen Jährchen am jetzigen Platz. Aber das ist eine andere Geschichte.

---
Man muss einfach "weiterlesen"...DANKE !
----

Ja,das sind ganz interessante Geschichten. Man muss aber mit ziemlicher Vorsicht herangehen, weil Texaner gerne Fakten ignorieren und ihre eigen Geschichte schreiben - besser, grösser und schöner... :-)

----

Übrigens, was hält Dr. Guenther Fischer von jenem Beitrag von Dr. Mathias Dietz-Lensen, Mainz ? :
http://www.ssa-sag.ch/bssa/pdf/bssa62_04.pdf

---

Nicht viel. Die Fakten stimmen zum Teil nicht - leider.
Das Bratwurstfest heisst Wurstfest, die Easter Fires sind bei weitem nicht so bedeutend wie hier dargestellt und die dortige Musik heisst "Polka" - ein Christkindlmarkt hat nicht mal regionale Bedeutung. Das alles hat aber eine eigene Tradition und unterliegt einem stetigen Wandel. Der Autor scheint viel gelesen zu haben, war aber wohl nur ein paar Tage auf der Durchreise dort. Schade...
Ansonsten sind die Menschenfressergeschichtchen nicht ganz so real von den Einwanderern erlebt worden - die Tonkawa hatten einen Lagerplatz am heutigen
Landapark in New Braunfels, den sie aber bereits 1840 sicher nicht mehr benutzt haben. Man weiss zwar, dass sie wirklich ihre Gegner verspeisten, aber die Comanche hatten sie wohl schon vor dem Eintreffen der deutschen Siedler ausgerottet bzw. in ihr Volk integriert. Ein Siedlungsplatz wurde vor einigen Jahren südlich von New Braunfels in San Antonio ausgegraben. Ich kenne aber die Funde nicht selbst.
Interessant ist, dass Shubbert hier falsch geschrieben ist: Der Mann hiess Schubert und war eine sehr illustre Persönlichkeit: Er war so was wie Bürgermeister von Fredericksburg, musste die Stadt aber nach einem Duell, andere sagen nach einem Mord, Hals über Kopf verlassen. Er schrieb unter verschiedenen Namen Reiseschilderungen und Indianerromane, die angeblich die Vorlagen für Karl May lieferten. Ich habe mal einige Zeit nach Exemplaren seiner "Werke" gesucht, bin aber nicht fündig geworden.
Der Kontakt mit den Comanche war übrigens in Fredericksburg in den Anfangsjahren sehr gut, kam dann aber nach Missverständnissen und der Entführung von Kindern sowie anderen schweren Übergriffen (auch von Weissen) um 1865 ganz zum Erliegen.
Kontakte gab es später nur noch durch die German Captives und deren Nachkommen. Die Nachkommen hatten nach 1940 nur noch sehr wenig Kontakt, erst ab 1990 wurden die Besuche der Enkel wieder zahlreicher.
Die neu geschaffene Pow Wow Tradition und die 150-Jahre-Feiern hatte dafür auch eine breitere Basis geschaffen.
Wenn also heute von einem "nie gebrochenen Friedensvertrag" gesprochen wird, so ist das auf beiden Seiten eine ebenso schöne wie romantische Geschichte, die alle gerne hören und beschwören. Leider gab es aber eine sehr lange Unterbrechung, denn die Comanche zogen ins Reservat und mussten nach der Auflösung der Reservate von Kriegern zu Farmern und Ranchern werden, die Deutschtexaner litten unter dem Krieg zwischen Nord- und Südstaaten. Leider stimmen auch hier die Fakten in der Veröffentlichung nicht. Nur Fredericksburg kämpfte auf Seiten der Nordstaaten, New Braunfels votierte entgegen der Absprache für die Südstaaten. Unterschwellig wirkt dieser Konflikt immer noch nach, denn Fredericksburg musste viel Blut lassen, während New Braunfels ordentlich am Krieg verdiente.
Man wird hierzu wenig in der Literatur finden, denn darüber redet man nicht in Texas.
Typisch Deutsch??
 
   
Elk Woman


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 16 Aug. 2009 23:10


Danke für die wieder einmal äußerst interessanten Einblicke, d.h. es gibt also noch genug "geschichtlichen Stoff" zur Aufarbeitung... !?

Auch heute findet man auch im Netz ( mit viel Glück) noch Volldrucke von Literatur, die man wohl einfach "aus der Zeit gesehen"
betrachten muss..( in Bezug auf historische Fakten und Sprachform) ,

wie aus dem Jahre 1911:

WILHELM KAUFMANN
"DIE DEUTSCHEN
IM AMERIKANISCHEN
BÜRGERKRIEGE "

http://www.archive.org/stream/diedeutschen00kaufrich/diedeutschen00kaufrich_djvu.txt

Hier findet man im Kapitel 155
(Die unionstreuen Deutschen in Texas):

1) "Die Wilden hatten auch viele Kinder der Deutschen fortgeschleppt.
Ende der siebziger Jahre fingen die Bundestruppen bei Fort Sill einen sehr
hellhäutigen Comanchen. Es war der Sohn des Farmers G. Fischer aus Fried-
richsburg. Dieser junge Deutsche hatte 13 Jahre bei den Wilden verbracht,
deren Sitten und Sprache angenommen und galt als der beste Schütze des
Stammes. Seine deutsche Muttersprache hatte er bis auf wenige Brocken
vergessen. Er gewöhnte sich sehr langsam an seine neue Umgebung. "
------------
Nach heutigen Erkenntnissen hat sich also Rudolph Fischer doch nicht wieder "an seine neue Umgebung gewöhnt...."
( in Bezu auf das Gespräch darüber im Geronimo Thema )


 
   
Guenther Fischer


RE: , 17 Aug. 2009 02:23




Elk Woman:

Danke für die wieder einmal äußerst interessanten Einblicke, d.h. es gibt also noch genug "geschichtlichen Stoff" zur Aufarbeitung... !?

Auch heute findet man auch im Netz ( mit viel Glück) noch Volldrucke von Literatur, die man wohl einfach "aus der Zeit gesehen"
betrachten muss..( in Bezug auf historische Fakten und Sprachform) ,

wie aus dem Jahre 1911:

WILHELM KAUFMANN
"DIE DEUTSCHEN
IM AMERIKANISCHEN
BÜRGERKRIEGE "

http://www.archive.org/stream/diedeutschen00kaufrich/diedeutschen00kaufrich_djvu.txt

Hier findet man im Kapitel 155
(Die unionstreuen Deutschen in Texas):

1) "Die Wilden hatten auch viele Kinder der Deutschen fortgeschleppt.
Ende der siebziger Jahre fingen die Bundestruppen bei Fort Sill einen sehr
hellhäutigen Comanchen. Es war der Sohn des Farmers G. Fischer aus Fried-
richsburg. Dieser junge Deutsche hatte 13 Jahre bei den Wilden verbracht,
deren Sitten und Sprache angenommen und galt als der beste Schütze des
Stammes. Seine deutsche Muttersprache hatte er bis auf wenige Brocken
vergessen. Er gewöhnte sich sehr langsam an seine neue Umgebung. "
------------
Nach heutigen Erkenntnissen hat sich also Rudolph Fischer doch nicht wieder "an seine neue Umgebung gewöhnt...."



Das ist so schlichtweg falsch. Rudolph Fischer sprach ein perfektes Deutsch mit leicht schwäbischem Einschlag und konnte gut deutsch und englisch schreiben. Einige Briefe aus dem Reservat sind sogar handschriftlich erhalten. Er besuchte, während er mit den Comanche auf Kriegspfad war, gelegentlich seinen Bruder Arthur in Fredericksburg, später machte er regelmässige Besuche bei seiner Familie, den letzten im Alter von etwa 90 Jahren um 1940.
Die Comanche waren nicht nur "Wilde", Cynthia Parker hatte ihrem Sohn Quannah Englisch in Wort und Schrift beigebracht, was sich bei den späteren Verhandlungen sehr für die Comanche auszahlte. Quannah wurde ein Freund des amerikanischen Präsidnten, der ihn sogar in Lawton besuchte.
Rudolph Fischer hat sich anfangs geweigert, zu seiner weissen Familie zurückzukehren. Er war als Comanche durch seine Reit- und Schießkunst sehr geschätzt und liebte das freie Leben. Tatsächlich ging er aber doch mit seinem Vater zurück nach Frederickburg und lebte dort auch 4 Monate. Er entschied sich aber dann endgültig für das Comancheleben, dabei spielten seine zwei Comanchefrauen wohl auch eine gewisse Rolle. Als Farmer kam er schnell zu einem bescheidenem Wohlstand und konnte seine große Familie gut ernähren. Leider hat er keine Aufzeichnungen über sein Leben hinterlassen und es ist sehr schwierig, aus Erinnerungen der Enkel sichere Erkenntnisse zu gewinnen. Es gibt allerdings einige Fotos und ein Interview mit ihm. Daraus kann man dann doch einiges ableiten. Von allen "Captives" war wohl Rudolph Fischer der konsequenteste: Er lebte als Volblut-Comanche weiter und ersparte sich damit die großen Probleme seiner Schicksalsgenossen, die ohne Ausnahmen zwischen beiden Welten hin- und hergerissen waren und nie mehr richtig Fuss fassten.
Vollblut darf hier wörtlich genommen werden: Comanche wurde man durch "Aufnahme in den Stamm" und wer 1903 Comanche war und Land erhielt, ist Full blood.


 
   
Elk Woman


RE: "Volksfest" mit Comanchen?, 17 Aug. 2009 15:19



Das ist so schlichtweg falsch. Rudolph Fischer sprach ein perfektes Deutsch mit leicht schwäbischem Einschlag und konnte gut deutsch und englisch schreiben. Einige Briefe aus dem Reservat sind sogar handschriftlich erhalten. Er besuchte, während er mit den Comanche auf Kriegspfad war, gelegentlich seinen Bruder Arthur in Fredericksburg, später machte er regelmässige Besuche bei seiner Familie, den letzten im Alter von etwa 90 Jahren um 1940.

-----------------
Gut, dass man heute manches richtig stellen kann ! DANKE !!!
-------
Zu dem Begriff "Captives" ( oftmals gehört, aber nie richtig selber nachgeforscht...) hab ich folgendes an Literatur gefunden:

"Das kulturelle Überläufertum in den Kolonien Englands und Frankreichs"
Autor: Julia Dagmar Didie
Fach: Kulturwissenschaft

Danach müsste man "Captives" als so eine Art von : "Kulturelle Überläufer, d.h. die in eine fremde Kultur wechseln und dabei Sprache, sowie Sitten und Gewohnheiten übernehmen." übersetzen. ..
Kann man das so interpretieren ?
------
Sorry, wenn ich zu sehr ins Fahrwasser ...gerate und daher bitte ich gleich mal um unbedingten, schonungslosen Hinweis, wenn meine Fragerei zuviel wird !


elke(e)

 
   
Guenther Fischer


RE: , 17 Aug. 2009 18:15




Elk Woman:

Zu dem Begriff "Captives" ( oftmals gehört, aber nie richtig selber nachgeforscht...) hab ich folgendes an Literatur gefunden:
D



Captives waren die meist als Kinder von Indianern entführten Weissen, die nach einer längeren Prüfungsphase als volle Stammesmitglieder aufgenommen wurden und meist besonders gnadenlos gegen die Weissen kämpften. Wer nicht aufgenommen wurde, lebte als Sklave der Frauen ein trauriges Leben oder wurde irgendwo ausgesetzt. Meist war das ein Todesurteil.
Nach der "Kapitulation" wurden sie meist zu ihren weissen Familien zurückgeschickt, fanden aber nie wieder zum weissen Kulturkreis zurück. Tragische Geschichten, die aber tiefen Einblick in den Unterschied zwischen indianischem und europäischem Kulturkreis geben.

 
   
Petra


RE: , 17 Aug. 2009 20:28




Guenther Fischer:

Vollblut darf hier wörtlich genommen werden: Comanche wurde man durch "Aufnahme in den Stamm" und wer 1903 Comanche war und Land erhielt, ist Full blood.


Der Satz ist doch jetzt aber missverstaendlich, gerade fuer Leser hier. Dass vor der Reservatszeit Fremde manchmal innerhalb von Stammesgemeinschaften lebten und als Gleiche behandelt wurden, ist das eine. Das hiess auch nicht, dass vergessen wurde woher derjenige urspruenglich kam, oder dass seine fremde Herkunft nicht bisweilen Anlass zu Haenselei sein konnte.
Dann etwas ganz anderes ist die verwaltungsmaessige Buchfuehrung ueber Enrollmentvoraussetzungen, und nur insoweit ist doch das Jahr des Beginns der Buchfuehrung von Bedeutung, bei den Comanches dann eben 1903. Aber das heisst doch noch lange nicht, dass die Leute innerhalb des Stammes dann von "full-blood" sprechen oder dass dabei Vollblut "wörtlich genommen werden" kann. Guenther, dazu geb ich dir mal ein Beispiel aus der Gila River Indian Community: Auch dort gab‘s ein Grundjahr fuer die Buchfuehrung, in den 1930ern. Dabei wurden auch im Reservat lebende Angehoerige anderer Staemme mitgezaehlt, und natuerlich die Pima und Maricopa. Die CDIB Angaben richten sich danach. Jetzt gibt es in dem Stamm aber Ueberlegungen, ob man nicht rein auf Pima Blut und auf Maricopa Blut abstellen soll, also getrennte Kalkulation und wer nur von den damals mitgezaehlten Tohono O‘odham, Zunis oder andern abstammt, der haette dann eben Pech gehabt und wuerde disenrolled. Wird vielleicht politisch nicht durchgehen, zeigt aber dass sehr wohl innerhalb des Stammes bekannt ist wer wirklich Fullblood ist und wer nicht. Politisch kann sich so ein Wind ruckzuck drehen, auch innerhalb eines Stammes. Sollten die Comanches eines Tages auf die Idee kommen, ihre Stammesrollen zu "bereinigen" wie manche Staemme das nennen, dann waere das zwar vielleicht sehr ungerecht, aber ihre Entscheidung.
 
 
   
Bei ForumRomanum, im Forum suchen nach Volksfest Comanchen
Seite [ 1 ] [ 2 ] > » Antwort schreiben | Zurück zum Forum




Informationen zum Datenschutz | ForumRomanum - Jetzt kostenlos ein eigenes Forum erstellen!